- der Exportschlager: ein Produkt, das sich im Ausland sehr gut verkauft
- das Brettspiel: ein Spiel mit einem Brett und Spielfiguren, z.B. Schach, Monopoly
- die Spielfigur: (pawn in a game)
Deutschland ist Weltmeister, wenn es um Brettspiele geht. Aber sie werden nicht nur in Deutschland gern gespielt, auch in anderen Ländern sind sie beliebt, weil sie Spaß machen und zum
Mitdenken anregen.
- mitdenken: einen Gedankengang gleichzeitig mit anderen verfolgen
- anregen: auffordern; motivieren
Nirgendwo ist die Begeisterung für Brettspiele größer als in Deutschland – und nirgendwo auf der Welt gibt es ein so
vielfältiges Angebot. Das hat auch die
Konkurrenz bemerkt: Aus aller Welt kommen Mitarbeiter von
Spieleverlagen extra deswegen nach Deutschland und suchen nach den spannendsten
Neuheiten auf dem Markt – denn die kommen traditionell aus Deutschland. Auch Jay Tummelson vom Spieleverlag Rio Grande Games ist dafür aus den USA
angereist.
- vielfältiges Angebot: viele unterschiedliche Produkte; große Auswahl
die Konkurrenz: Firmen, die ähnliche Produkte anbieten und deshalb im Wettbewerb zueinander stehen
der Spieleverlag: eine Firma, die Spiele herstellt und verkauft
die Neuheit: ein neues Produkt
anreisen: herkommen; ankommen
Zwar
entwerfen die Amerikaner auch Spiele, aber die
fordern die Spieler oft zu wenig. Der große Unterschied sei, dass man bei den meisten deutschen Spielen mitdenken und planen muss. "Die meisten amerikanischen Spiele
beruhen nur
auf Glück", sagt Tummelson. Bei deutschen Spielen müsse man oft Entscheidungen treffen, bei amerikanischen Spielen gebe es keine
Wahlmöglichkeiten: "Du würfelst einfach, bewegst deine
Figur und
je nachdem, auf welches
Feld du kommst, passiert irgendwas", sagt der Spielemacher.
- entwerfen: sich etwas ausdenken; etwas entwickeln
- fordern: zum Denken anregen; anspruchsvoll sein
- beruhen auf: abhängen von; basieren auf
- die Wahlmöglichkeit: die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Dingen zu entscheiden
- würfeln: (to toss the dice)
- die Figur: Männchen aus Holz oder Plastik, das auf dem Spielbrett bewegt wird
- je nachdem: (depending on)
- das Feld: Position auf dem Spielbrett
Aber damit die deutschen Spiele auch im Ausland Erfolg haben, reicht es nicht, einfach nur die
Spielregeln zu übersetzen. Andere Länder, andere
Sitten – dieser
Spruch gilt offenbar auch für Brettspiele. Jan-Paul Deurloo arbeitet für einen niederländischen Spieleverlag. Er weiß: "Manchmal hat ein Spiel einfach die falsche Farbe. Farben, die
sich in Holland
nicht gut verkaufen, sind zum Beispiel schwarz oder grün."
Dennoch ist Deurloo von den deutschen Brettspielen begeistert: "Man kann sagen, Deutschland ist die Heimat der Brettspiele. Die Spiele in Deutschland sind einfach
gut durchdacht und haben ein gutes
Design," sagt der Niederländer. "Ich glaube, in den Niederlanden spielen die Leute die Spiele lieber, statt sie zu entwerfen."
- gut durchdacht: intelligent geplant
- das Design: die Gestaltung eines Produkts
[Deutsche Welle Top-Thema 26-10-2007]