Gesund, preiswert,
anspruchslos - Kartoffeln lassen sich nahezu überall anbauen. Die
nahrhafte Knolle wird heute fast auf der ganzen Welt gegessen. Und
kalorienarm ist sie auch - aber nur, wenn man sie nicht
frittiert.
- anspruchlos: (unassuming)
- nahrhaft: mit vielen Nährstoffen, die gesund und kräftig machen
- die Knolle: eine verdickte Wurzel von Pflanzen die unter der Erde wachsen; Synonym für Kartoffel
- die Wurzel: (root)
- kalorienarm: mit wenigen Kalorien
- etwas frittieren: etwas in heißem Fett garen
- garen: kochen
In den
wohlhabenden Industriestaaten dieser Welt wird die Kartoffel immer noch als
Arme-Leute-Essen angesehen. 300 Jahre nach ihrer Entdeckung verliert die Knolle hier ihre Bedeutung als
Grundnahrungsmittel – zumindest in seiner
schlichten, unverarbeiteten Form. Interessanter sind die frittierten Varianten, die Kartoffel-Chips.
- wohlhabend: reich
- der Industriestaat: technisch hoch entwickelter Staat mit eigener Produktion von Gütern
- Arme-Leute-Essen: Essen, das in der Herstellung und Zubereitung sehr günstig ist
- die Herstellung: die Produktion
- die Zubereitung: (preparation)
- das Grundnahrungsmittel: ein sehr wichtiges und weitverbreitetes Nahrungsmittel wie zum Beispiel: Brot, Reis oder Kartoffeln
- weitverbreitet: (widespread)
- schlicht: einfach
Im Rest der Welt
findet die Kartoffel allerdings auch in ihrer Grundform großen
Anklang. Vor allem in
Entwicklungsländern wird die Kartoffel mehr und mehr angebaut und gegessen. Der Verbrauch in Ländern wie Afrika, in denen die Kartoffel auf dem
Speiseplan bisher keine
große Rolle spielte, hat sich in den letzten zehn Jahren
verdoppelt. "Kartoffeln machen Hungrige satt. Sie sind
ideal dort, wo
Ackerland knapp ist", sagt der Ernährungsexperte der UN, Ne Bambi Lutaladio. Zudem entstehe durch Kartoffelanbau viel Nahrung in kurzer Zeit, denn "zum Teil kann man Kartoffeln schon nach 90 Tagen
ernten."
- Anklang finden: positiv aufgenommen werden
- das Entwicklungsland: ein Land der Dritten Welt, das nur wenig Industrie hat und sehr arm ist
- der Speiseplan: eine Menü oder Programm, das anzeigt, was es zu essen gibt
- eine große Rolle spielen: (Redewendung) sehr wichtig sein
- sich verdoppeln: noch einmal so viel werden; um das Zweifache wachsen
- ideal: perfekt
- das Ackerland: das Feld
- knapp: (scarce)
- ernten: Getreide, Obst, Gemüse oder Ähnliches, das man angebaut hat, einsammeln
Für den UN-Ernährungsexperten ist die
Ausbreitung der Kartoffeln also eine gute Chance, den ständig wachsenden
Hunger der Weltbevölkerung zu
stillen. Einziger Nachteil der Knollen: Je nach
Verarbeitungsmethode machen sie nicht nur satt, sondern auch dick. Gerade in den Städten der
aufstrebenden Länder wie China und Indien
hält die Kartoffel nicht immer in ihrer gesündesten Form
Einzug, sagt Ne Bambi Lutaladio. "Das Problem ist aber, dass frittierte und gebratene Produkte Übergewicht und Herzkreislauf-
Erkrankungen erhöhen. Deshalb sollten Kartoffeln besser gekocht gegessen werden, dann sind sie gesund und nahrhaft."
- die Ausbreitung: die Verbreitung
- Hunger stillen: bewirken, dass jemand etwas zu essen bekommt
- die Verarbeitungsmethode: die Art und Weise, wie etwas zubereitet wird
- aufstrebend: auf dem Weg zum Erfolg
- Einzug halten: neu irgendwo hinkommen, sich verbreiten, einziehen
- die Erkrankung: (disease)
- erhöhen: höher machen
[Deutsche Welle Top-Thema 11-01-2008]