Dolly zum Dinner?

  • das Dinner, -s (englisch): das Abendessen
Das Klonschaf Dolly
  • der Klon, -e: ein Tier, das künstlich entstanden ist
Dolly, das erste geklonte Schaf, war eine Weltsensation. Seitdem werden Tiere für die Lebensmittelindustrie geklont. Doch wie können Verbraucher erkennen, woher ihr Fleisch kommt? Eine neue Methode verspricht Aufklärung.
  • klonen, klonte, geklont: im Labor künstlich eine Kopie eines Tieres herstellen
  • die Weltsensation, -en: ein Ereignis, über das auf der ganzen Welt geredet wird
  • der Verbraucher, -: (consumer)
Unterscheiden sich Lebensmittel von geklonten Tieren und natürlich gezüchteten Tieren? Das untersuchte die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA und gibt Entwarnung. Denn Klone und herkömmlich gezüchtete Tiere unterscheiden sich nicht in ihren Merkmalen. Heiner Niemann von der deutschen Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft sieht darin aber gleichzeitig eine Gefahr: So kann man auch nicht sicher sein, ob das Fleisch von einem geklonten oder natürlich gezüchteten Tier kommt.
  • gezüchtet: so produziert, dass bestimmte Merkmale erhalten bleiben
    • das Merkmal, -e: (feature)
    • erhalten (erhältst, erhält), erhielt, erhalten: (to mantain)
  • die Entwarnung, -en: grünes Licht (all clear)
  • Entwarnung geben: sagen, dass etwas ungefährlich ist
    • ungefährlich: (safe)
  • herkömmlich: gewöhnlich; normal
  • die Landwirtschaft, -en: der Bereich, der sich mit dem Anbau von Pflanzen und der Nutzung von Tieren beschäftigt
Das Fleisch der Klone der ersten Generation wird in nächster Zukunft nicht im Supermarkt zu kaufen sein. Aber anders sieht es mit ihren Nachkommen aus, die auf natürliche Weise gezüchtet wurden. Doch nach einer Umfrage des amerikanischen Verbandes "International Food Information Council" würden trotzdem nur zehn Prozent der Kunden im Supermarkt "höchstwahrscheinlich" Produkte von geklonten Tieren kaufen wollen. Allerdings wird in den USA Klonfleisch nicht besonders markiert – es ist ja von herkömmlichem Fleisch nicht zu unterscheiden.
  • mit etwas/jmd. sieht es anders aus: etwas gilt für etwas/jmd. nicht
  • der Nachkomme, -n: das Kind eines Lebewesens
    • das Lebewesen, –: die Kreatur
  • höchstwahrscheinlich: (most likely)
Eine Datenbank könnte hier helfen, den Kunden Sicherheit zu geben, woher ihr Fleisch kommt. Entwickelt wurde sie an der Universität Dublin. Jedem geklonten Tier wird dazu noch zu Lebzeiten eine kleine Zellprobe entnommen. Um ein Tier wiederzuerkennen, benutzen die Wissenschaftler ein Erbgut-Profil. Dieses Profil sieht bei jedem Tier anders aus. "In Irland fingen wir 1996 damit experimentell an. Heute nutzen die drei größten Einzelhandelsketten das System, und das heißt beim Rindfleisch, dass fast 75 Prozent heute gecheckt worden sind", sagt Erfinder Patrick Cunningham.
  • die Datenbank, -en: eine große Sammlung von Informationen
  • die Lebzeiten: (lifetime) - zu Lebzeiten: (in the lifetime)
  • die Zellprobe, -n: eine sehr kleine Menge an Haut
  • entnehmen (entnimmst, entnimmt), entnahm, entnommen: (to extract) wegnehmen; herausnehmen
  • wiedererkennen, wiedererkannte, wiedererkannt: (to recognize)
  • das Erbgut-Profil, : ein Muster, das Informationen über besondere geerbte Merkmale eines Tieres enthält
    • das Muster, -: das Beispiel, das Vorbild
  • die Einzelhandelskette, -n: Supermärkte, die es in mehreren Städten gibt
  • checken, checkte, gecheckt (englisch): überprüfen; kontrollieren
[Deutsche Welle Top-Thema 21-03-2008]