Mehr Hilfe für Drogenabhängige in Afghanistan

  • der/die Drogenabhängige/r: jemand, der Rauschgift braucht, um zu leben
Drogenzentrum in Kabul

In Afghanistan sind immer mehr Menschen drogensüchtig. Häufig sind sogar schon Kinder von Opium abhängig. Hilfsorganisationen bieten Entzugstherapien an und klären über die Folgen von Drogenkonsum auf.
  • drogensüchtig: dringend Drogen brauchend; abhängig sein von Drogen
  • häufig: (commonly)
  • das Opium _: eine Droge, die aus der Pflanze Mohn hergestellt wird
  • die Entzugstherapie, -n: eine Maßnahme, die jemandem dabei helfen soll, keine Drogen mehr zu nehmen
    • die Maßnahme, -n: (action)
  • jemanden aufklären: jemandem etwas deutlich machen; jemanden über die Folgen informieren
  • der Drogenkonsum: der Gebrauch von Drogen
In Afghanistan sind mehr als eine Million Menschen drogenabhängig. Darum hat die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) fünf Drogenkliniken im gesamten Land gebaut. Jeden Monat suchen hier knapp 200 Männer und Frauen Hilfe.
  • die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit: eine deutsche Hilfsorganisation
  • knapp: (just under)
"Eine Therapie dauert etwa ein Jahr", sagt Bayan Shairshah, Leiterin einer Drogenklinik in Kabul. Die Behandlungsmethoden von Männern und Frauen unterscheiden sich. Männer bleiben für etwa einen Monat in der Klinik. Frauen können dort oft nicht übernachten. Die Kinder und der Haushalt hindern sie daran. Darum besuchen Mitarbeiter der Klinik die Frauen zuhause.
  • die Behandlungsmethode, -n: das, was getan wird, um jemanden zu heilen
  • jemanden an etwas hindern: jemanden von etwas abhalten
"Auch Kinder werden therapiert", sagt Shairshah. Weil Opium eine schmerzstillende Wirkung hat, geben manche Eltern ihren kranken Kindern die Droge. Andere Kinder sind schon seit ihrer Geburt drogenabhängig, da ihre Mütter während der Schwangerschaft Drogen genommen haben. Es kommt auch vor, dass drogenabhängige Eltern ihren Kindern Drogen geben, um sie ruhig zu stellen.
  • jemanden therapieren, therapierte, therapiert: jemanden heilen
  • schmerzstillend: keinen Schmerz mehr fühlend
  • jemanden ruhig stellen: jemandem etwas geben, damit er/sie still ist (to sedate)
Die GTZ klärt die Menschen über die Folgen der Drogensucht auf. In Schulen und Moscheen bildet die Organisation afghanische Lehrer, Imame und Polizisten aus, um gegen die Drogensucht zu kämpfen.
  • die Moschee, -n: ein Haus, in dem die Moslems zu Gott beten
  • jemanden ausbilden: jemandem zeigen, wie etwas geht
  • der Imam, -e: ein islamischer Geistlicher
    • der Geistliche, –: (priest, cleric)
[Deutsche Welle Top-Thema 01-04-2008]