- der Urwald, Urwälder: ein dichter Wald, den Menschen nicht landwirtschaftlich nutzen
Die Besucher können in 30 Metern Höhe durch die
Baumkronen laufen.
- die Baumkrone, -n: (tree top)
Früher
war ganz Mitteleuropa
von riesigen Wäldern
bedeckt. Heute sind sie längst verschwunden. Nur in Thüringen gibt es noch einen 16.000
Hektar großen Urwald. Er ist ohne die Hilfe von Menschen gewachsen.
- von etwas bedeckt sein: ein Gebiet ist von Wald bedeckt; d.h. hier wächst ein großer und sehr dichter Wald
- wachsen (wächst, wächst), wuchs, gewachsen: (to grow)
- der Hektar, -e: eine Größenangabe für Flächen; 10000 Quadratmeter
Riesige
Rotbuchen ragen in den Himmel. Ihre
Stämme sind so dick wie die
Säulen einer sehr großen Kirche. Eine
umgestürzte Eiche verrottet langsam, während
Moose auf ihr wachsen. Ganz ohne
Zutun des Menschen entsteht ein Urwald mitten in Deutschland – zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza in Thüringen.
- die Rotbuche, -n: eine Baumart mit roten Blättern
- etwas ragt in den Himmel: etwas geht sehr weit nach oben; hochgewachsen sein
- ragen, ragte, geragt: (to tower)
- der Stamm, Stämme: (trunk)
- die Säule, –n: ein Bauteil eines Gebäudes, oft aus Stein, das z.B. das Gewicht eines Daches trägt
- der Bauteil, -e: (element)
- umstürzen, umstürzte, umgestürzt: (to overturn)
- die Eiche, –n: eine Baumart (oak)
- etwas verrottet: eine Pflanze löst sich auf und wird zu Erde
- auflösen, auslöste, ausgelöst: (to dissolve)
- das Moos, –e: eine Pflanze, die auf feuchtem Boden oder Bäumen wächst und dort weiche, grüne Flächen bildet
- das Zutun: der Einfluss durch den Menschen; die Hilfe
Mit einer Gesamtfläche von 16.000 Hektar ist der Wald der größte zusammenhängende
Laubwald in Deutschland. Weder große Straßen noch Eisenbahnschienen
verlaufen durch das Gebiet. Hier sind 44 verschiedene Tierarten zuhause. Auch seltene
Wildkatzen leben in dem Wald.
- der Laubwald: ein Wald, in dem nur Bäume mit Blättern und keine Bäume mit Nadeln wachsen
- etwas verläuft durch etwas: etwas führt durch etwas hindurch
- die Wildkatze, –n: eine Katze, die in der Natur lebt
Zu
DDR-Zeiten war der Urwald selbst den Menschen, die in der Umgebung lebten, unbekannt. Direkt am Wald verlief die Grenze zum damaligen
Westdeutschland. Außerdem lagen zwei
Truppenübungsplätze in dem Gebiet. Deswegen gingen die Menschen kaum in den Wald.
- die DDR: die Deutsche Demokratische Republik; der Ostteil des von 1949 bis 1980 geteilten Deutschlands
- Westdeutschland: Bezeichnung für den Westteil des geteilten Deutschlands
- der Truppenübungsplatz: ein Ort, an dem Soldaten militärische Übungen machen
Heute ist ein Teil des Waldes ein
Nationalpark. Touristen kommen nach Thüringen, um ihn zu
besichtigen. Es gibt spezielle Wege, auf denen Besucher wandern können. Und wenn sie auf dem 44 Meter hohen
Aussichtsturm stehen, können sie sich vorstellen, wie es in Deutschland aussah, als es noch Urwälder gab.
- der Nationalpark, -e: ein Gebiet, dessen Natur geschützt werden soll
- etwas besichtigen, besichtigte, besichtigt: irgendwo hingehen, um sich etwas genauer anzuschauen
- der Aussichtsturm, Aussichtstürme: ein hohes Gebäude, von dem man einen guten Blick auf die Umgebung hat
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Deutsche Welle Top-Thema 04-04-2008]