Christa
hat mich
gebeten, über Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen
Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in München beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen großen Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und Städten gibt es eine gesetzliche
Leinenspflicht. Hunde dürfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund
angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen möchte. Kinder reagieren dann eben oft falsch – und schon sind sie verletzt.
- bitten, bat, gebeten: to ask
- der Vierbeiner, -: quadruped
- die Leine, -n: leash
- angreifen, angriff, angegriffen: to attack
Gefährliche Hunde müssen
zudem in Deutschland einen
Maulkorb tragen. Kampfhunde müssen
genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in München hauptsächlich große Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den schönen Labrador. Der berühmte Deutsche Schäferhund ist nicht so häufig zu sehen. Und natürlich gibt es auch kleine Hunde wie den
Rauhhaardackel. In München nennt man gerade diese kleinen,
eigensinnigen Hunde "Zamperl". In vielen Gaststätten und Biergärten gibt es extra für Hunde einen
Napf mit Wasser, damit sie im Sommer etwas zu trinken haben.
- zudem: furthermore
- der Maulkorb, Maulkörbe: muzzle
- genehmigen, genehmigte, genehmigt: to authorize
- der Rauhaardackel, –: der Dachshund – basset hound
- eigensinnig: stubborn
- der Napf, Näpfe: die Schale – bowl
Ich selber bin kein großer Hundefreund. Sie sind mir zu sehr domestiziert und ich hätte keine Lust, jeden Tag mehrmals mit dem Hund
Gassi zu
gehen. Das bedeutet, spazieren zu gehen.
- Gassi gehen: to walk a dog
Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in Deutschland, das heißt fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze. Ich finde, Katzen sind gut für die Psyche. Wenn sich eine Katze auf meinen
Schoß legt und anfängt zu
schnurren, wenn ich sie
streichle, ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre
Krallen zu
entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen keine Möbel oder Tapeten
beschädigen und
zerkratzen. Damit mein Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter großen Turm, an dem er
sich austoben kann. Außerdem hat er natürlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss.
- der Schoss/Schoß, -e: bosom
- schnurren, schnurrte, geschnurrt: to purr
- streicheln, streichelte, gestreichelt: to caress
- die Kralle, -n: claw, nail
- entfernen, entfernte, entfernt: to remove
- beschädigen, beschädigte, beschädigt: to damage
- zerkratzen, zerkratzte, zerkratzt: to scratch
- sich austoben, austobte, ausgetobt: to play in a lively manner
Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen,
kratzt ihm
Zahnstein von den Zähnen und kontrolliert sein Maul und sieht nach, ob das
Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine
Spritze. Darin sind verschiedene
Impfungen enthalten, damit er keine Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist es für ihn nicht sehr gefährlich, aber wildere Katzen können auch
Tollwut bekommen oder
Zecken mit nach Hause bringen.
- kratzen, kratzte, gekratzt: to scratch
- der Zahnstein _: tartar
- das Fell, -e: coat, skin
- die Spritze, -n: syringe, injection
- die Impfung, -en: vaccination
- die Tollwut _: rabies
- die Zecke, -n: tick
Natürlich gibt es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel Hamster oder Mäuse, Ratten oder Vögel. Wichtig ist, dass sie alle artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um sich auszutoben oder zu
verstecken, genug gutes Futter und frisches Wasser, und natürlich auch
Zuwendung, damit sie nicht einsam sind.
- verstecken, versteckte, versteckt: to hide
- die Zuwendung: care, concern
Noch ein paar Wörter für Euch, wenn Ihr über Tiere sprecht: Tiere haben in den meisten Fällen Pfoten, keine Beine oder Füße. Ein Hund oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu heiß wird,
hecheln sie. Sie hängen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche
Schnurrbarthaare, das sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen können schnurren, miauen und natürlich auch
fauchen, wenn sie sich bedroht fühlen.
- hecheln, hechelte, gehechelt: to breathe heavely
- empfindlich: sensitive, delicate
- der Schnurrbart, Schnurrbärte: mustache
- fauchen, fauchte, gefaucht: to hiss
Der Song am Ende stammt von der Band "Klangstein" featuring Sylvia Gerlach. Er heißt "Ganz
leise". Gefunden auf dem Podsafe Music Network.
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Slow German #26]