Erinnern und wiedergutmachen – Aktion Sühnezeichen

  • etwas wiedergutmachen: schlimme Taten wieder ausgleichen
    • ausgleichen, ausglich, ausgeglichen: to balance
  • die Aktion, -en: die Kampagne
  • die Sühne: expiation
Sühnezeichen: Jugendliche betreuen alte Menschen in Israel
  • betreuen, betreute, betreut: sich um jemanden kümmern – to look after
Die Aktion Sühnezeichen bietet Jugendlichen die Möglichkeit sich, im Ausland zu engagieren. Junge Menschen können in Ländern, die unter der NS-Herrschaft gelitten haben, arbeiten und so um Vergebung bitten.
  • sich engagieren, engagierte, engagiert: sich für etwas einsetzen
  • die NS-Herrschaft: die Zeit, in der die Nationalsozialisten in Deutschland an der Macht waren, 1933 – 1945
    • die Herrschaft, -en: die Dominanz
  • leiden, litt, gelitten: to suffer
  • die Vergebung, -en: das Verzeihen einer schlimmen Tat - absolution
Um Vergebung bitten und Versöhnung praktizieren – das ist das Ziel der Aktion Sühnezeichen. Seit 1958 bietet das christliche Hilfswerk jungen Menschen die Möglichkeit, sich in Ländern, die unter der NS-Herrschaft gelitten haben, zu engagieren.
  • die Versöhnung, -en: das Vertragen nach einem Streit oder Konflikt – reconciliation
    • vertragen, vertrug, vertragen: to agree with
  • praktizieren, praktizierte, praktiziert: tun; machen
  • das Hilfswerk, -e: eine Organisation, die Menschen in Not hilft
Ein Jahr lang können die Jugendlichen freiwillig helfen. Sie betreuen Holocaust-Opfer und ehemalige Zwangsarbeiter. Sie begleiten Schulklassen bei Besuchen von Gedenkstätten und sorgen sich um den Erhalt der Gedenkstätten und jüdischen Friedhöfen. Außerdem unterstützen sie Flüchtlinge, psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen.
  • freiwillig – ohne Zwang; aus eigenem Willen
  • der Holocaust, -s: die Ermordung der Juden durch die Nationalsozialisten
  • das Opfer, –: victim
  • der/die Zwangsarbeiter/in: ein Mensch, der eingesperrt wird und gegen seinen Willen arbeiten muss
  • begleiten, begleitete, begleitet: to escort
  • die Gedenkstätte, -n: ein Ort, der an ein schlimmes Ereignis oder eine wichtige Person erinnern soll
  • der Erhalt _: preservation
  • der Flüchtling, -e: jemand, der seine Heimat verlassen muss - refugee
  • psychisch: geistig
  • die Behinderung, -en: eine körperliche oder geistige Einschränkung
15.000 Jugendliche haben sich seit der Gründung der Organisation engagiert. Es kommen immer wieder neue hinzu. Doch die Motivation der Helfer hat sich mit der Zeit verändert, meint Andrea Koch von Aktion Sühnezeichen. "Beim letzten Lesen der Bewerbungen hat es mich etwas traurig gemacht, dass das Lernen von Sprachen immer wichtiger wird", sagt Koch. Ein Jahr als freiwilliger Helfer muss heute für viele junge Menschen in die Karriereplanung passen. Und auch die Idee des Sühnens ist nicht mehr jedermanns Sache.
  • hinzukommen, hinzukam, hinzugekommen: to join
  • die Motivation, -en: der Grund für jemanden, etwas zu tun
  • die Karriereplanung, -en: die Vorstellung, die man von seiner Entwicklung im Beruf hat
  • das Sühnen _: die Buße; das, was man tut, um ein Unrecht wiedergutzumachen
    • die Buße, -n: penalty
    • das Unrecht _: injustice
  • etwas ist nicht jedermanns Sache: etwas wird nicht von jedem gemocht
  • mögen (mag, magst, mag), mochte, gemocht: to like
[Deutsche Welle Top-Thema 09-05-2008]