Die Roboter kommen

Mehrere weiße Roboter mit Instrumenten vor schwarzem Hintergrund - Wenn Maschinen Musik machen
  • der Roboter, –: eine Maschine, die bestimmte Arbeiten erledigen kann
    • erledigen, erledigte, erledigt: to take care of
Roboter als neue Helfer im Alltag? Schon bald sollen sie sich um alte Menschen und kleine Kinder kümmern. Mit so genannten Partner-Robotern wollen Firmen wie Toyota viel Geld verdienen.

Sie spielen Tuba, Trompete und Schlagzeug – aber es sind keine Menschen, die auf der Bühne sitzen, sondern Roboter. Sie geben ein richtiges Konzert und verbeugen sich am Ende sogar artig. Mit solchen Shows will Toyota zeigen, wie genau und vor allem vorsichtig ihre Roboter inzwischen arbeiten können. Denn sie sollen später Aufgaben wie die Pflege von alten und kranken Menschen übernehmen.
  • die Tuba, Tuben: ein großes Instrument, das beim Hineinblasen tiefe Töne macht
    • blasen, blies, geblasen: to blow
  • die Trompete, -n: trumpet
  • das Schlagzeug, –e: ein Instrument, auf das man schlägt, um Töne zu machen - drum
  • die Bühne, -n: stage
  • ein Konzert geben: vor einem Publikum Musik machen
  • sich verbeugen, verbeugte, verbeugt: im Stehen den Oberkörper nach vorne bewegen, um sich beim Publikum zu bedanken - to bow
  • artig: so, dass man macht, was die Eltern sagen
  • vorsichtig: careful
  • inzwischen: by now
  • die Pflege _: care, nursing
  • übernehmen (nimmst, nimmt), übernahm, übernommen von: to assume, to take (over/on)
Auch als Babysitter können diese künstlichen 'Partner' eingesetzt werden. Der Roboter Papero von der Firma NEC ist so ein Gerät. Es spielt mit den Kindern und weiß über einen Funkchip immer, wo diese gerade sind. Die Eltern können bei der Arbeit am Computer auf ihrem Bildschirm sehen, was ihre Kinder machen. Sie können dem Roboter sogar über ein Handy Anweisungen geben.
  • der Babysitter, - / die Babysitterin, –nen (Anglizismus): jemand, der auf kleine Kinder aufpasst
  • der Funkchip, –s: eine kleine flache Platte, die elektronische Informationen speichern kann
Noel Sharkey, Professor für Künstliche Intelligenz und Robotik an der Universität Sheffield, findet diese Entwicklung problematisch: Kann ein Kind einen Roboter als Vorbild haben? Darf ein Roboter für einen Menschen entscheiden? Wer ist verantwortlich, wenn etwas schief geht? "Ich hoffe, dass das bedacht wird, bevor die Roboter immer mehr Aufgaben von Menschen übernehmen", sagt Sharkey. "Aber ich glaube, die Diskussion wird erst dann beginnen, wenn sie schon längst in Aktion sind."
  • die Künstliche Intelligenz: die Wissenschaft, die sich mit künstlichem intelligentem Verhalten beschäftigt
  • die Robotik _: die Wissenschaft, die sich mit Robotern beschäftigt
  • problematisch: so, dass Probleme entstehen
  • das Vorbild, –er: jemand, den man so sehr bewundert, dass man so werden möchte wie er; das Beispiel
  • etwas geht schief: etwas läuft nicht so, wie man will; etwas Schlimmes passiert
  • längst: seit langer Zeit
  • in Aktion sein: eingesetzt werden
[Deutsche Welle Top-Thema 08-08-2008]