Monde ziehen ihre Ringe

  • der Mond, -e: Himmelskörper, der einen größeren Planeten umkreist
Das majestätische Ringsystem des Saturns, das schon mit kleinen Fernrohren zu beobachten ist, birgt im Detail vermutlich noch manche Überraschung. In jüngerer Zeit ist unter anderem offenkundig geworden, dass einige der kleinen Saturnmonde zur Entstehung von Ringen beitragen.
  • das Fernrohr, -e: telescope
  • beobachten, beobachtete, beobachtet: to observe
  • bergen (birgst, birgt), barg, geborgen: to reveal
  • die Entstehung, -en: origin
  • zu etwas beitragen, beitrug, beigetragen: bei etwas helfen
Auf diesem jetzt veröffentlichten Foto, das die amerikanische Raumsonde Cassini aufgenommen hat, sind die mit den winzigen Trabanten Anthe und Methone verbundenen Ringbögen – unvollständige Ringe – so deutlich wie noch nie zu erkennen. Erste Hinweise auf die Bögen haben die Wissenschaftler schon im Jahr 2006 zunächst für den Mond Pallene gefunden, der den Saturn zusammen mit Anthe und Methone innerhalb der Bahnen der großen Monde Mimas und Enceladus umkreist.
  • aufnehmen (aufnimmst, aufnimmt), aufnahm, aufgenommen: to record
  • der Trabant, -en: satellite
  • unvollständig: incomplete
  • noch nie: never before
Eine Erklärung der nur unter günstigsten Bedingungen zu beobachtenden Strukturen hatten die Forscher rasch zur Hand. Die kleinen Monde – Anthe hat knapp zwei Kilometer, Methone rund drei und Pallene vier Kilometer Durchmesser – können Material, das sie bei Kollisionen mit meteoritengroßen kosmischen Brocken freisetzen, wegen ihrer geringen Schwerkräfte nicht an sich binden. Dieses lose Material verteilt sich dann entlang der Bahnen der Monde und formt auf diese Weise die Ringbögen, entlang deren die Trabanten langsam hin und her wandern – von vorne nach hinten und wieder zurück.
  • der Durchmesser, -: diameter
  • der Brocken, –: lump, chunk
  • freisetzen, freisetzte, freigesetzt: to release
  • die Schwerkraft, Schwerkräfte: gravity
  • verteilen, verteilte, verteilt: to spread
  • auf diese Weise: in this way
[FAZ - Günter Paul]