Cosplay

Exportschlager: japanische Jugendkultur
  • der Exportschlager, –: eine Lieferung von etwas in ein anderes Land, das dort sehr beliebt ist
    • die Lieferung, -en: delivery
Trends aus Japan verbreiten sich mittlerweile auch in Europa.
  • verbreiten, verbreitete, verbreitet: to spread
  • mittlerweile: nowadays
Jugendliche in Deutschland etwa verkleiden sich als Charaktere aus ihren Lieblings-Mangas und vergöttern japanische Musikgruppen.
  • etwa: for instance
  • verkleiden, verkleidete, verkleidet: ein Kostüm anziehen, damit man wie jemand anderes aussieht
  • vergöttern, vergötterte, vergöttert: anbeten - deify
[Foto: Stefanie in ihrem Kostüm als 'Queen Esther']
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"Ich bin Queen Esther", sagt die junge Frau. Ihr Äußeres könnte man mit dem einer futuristischen Disko-Schneekönigin vergleichen - falls es so etwas gibt.
  • vergleichen, verglich, verglichen: to compare
Sie trägt ein Märchenkleid in Weiß mit ausladendem Rock, Puffärmeln und Korsett, alles mit Perlen übersät.
  • ausladend: sehr breit
  • der Puffärmel, –: ein Teil des Ärmels, der sehr weit ist und an den Enden eng wird
    • der Ärmel, –: sleeve
  • das Korsett: ein enges Kleidungsstück, um die Figur schlanker zu machen
    • schlank: slim
  • mit etwas übersät: mit etwas überdeckt
Der hoch stehende Kragen erschwert ihr den Blick zur Seite, passt aber zur Krone.
  • der Kragen, -: collar
  • erschweren, erschwerte, erschwert: to make difficult
  • zur Seite: sideways
  • passen, passte, gepasst zu: to match with
Ein Mantel in Leoparden-Optik vollendet das Bild.
  • vollenden, vollendete, vollendet: to complete
Queen Esther ist eine Figur aus einer japanischen Fernsehserie. Im richtigen Leben ist Queen Esther Stefanie Wittmann und arbeitet bei einem Autohersteller.
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Dieses Verkleiden der Jugendlichen nennt sich Cosplay - von "Costume Play". Angefangen hat das Verkleidespiel in Japan, wo sich Jugendliche Anfang der 80er Jahre als Figuren aus ihren Lieblings-Mangas verkleideten, um in Tokios Vergnügungsvierteln zu posieren.
  • anfangen (fängst, fängt), anfing, angefangen: to begin
  • das Vergnügungsviertel, –: ein Stadtteil, mit verschiedenen Attraktionen und Möglichkeiten sich zu amüsieren
Mittlerweile ist der Trend endgültig in Europa angekommen.
  • ankommen, ankam, angekommen: to arrive
Der Großteil der Cosplayer ist weiblich und zwischen 15 und 25 Jahre alt.
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Längst werden nicht mehr nur Charaktere aus Mangas - japanischen Zeichentrickserien - "gecosplayt".
  • die Zeichentrickserie, -n: eine Serie von kürzeren Filmen, die aus vielen Zeichnungen gemacht wurden
Erlaubt ist alles von japanischen Bandmitgliedern über Disneyfiguren bis hin zu den Helden aus Hollywoodfilmen wie "Fluch der Karibik".
  • der Fluch, Flüche: curse
Die meisten Kostüme sind kitschig und sexy.
  • kitschig: kitschy, trashy
Beliebt sind zum Beispiel Plastikhaare in Pink oder Lila, die oft bis zu den Fersen reichen, bauchfreie Oberteile, Miniröcke und hohe Stiefel.
  • die Ferse, -n: heel
  • das Oberteil, -e: top
  • der Stiefel, –: ein geschlossener Schuh, der auch das Unterbein bedeckt
Ein oft teures und sehr zeitaufwändiges Hobby: Die Kluft ist fast immer selbst gemacht.
  • zeitaufwändig: man braucht viel Zeit für etwas
  • die Kluft: das Kostüm
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Einige orientieren sich bei Cosplay an japanischen Band-Idolen. Diese Spielart des Cosplays nennt sich "Visual Kei", das übersetzt so viel wie "Visuelles System" heißt. Jens Nave arbeitet beim Manga-Magazin "Animania" und beschreibt Visual Kei als eine Subkultur, die sich besonders über das Internet verbreitet.
  • die Subkultur, –e: ein Teil einer Kultur, die eigene Eigenschaften hat
Die Medien werden zwar nur langsam darauf aufmerksam, aber Jens Nave ist sich sicher, dass die Fangemeinde um den japanischen Exportschlager von Mangas über Cosplay bis zu Visual Kei weiter wachsen wird.
  • zwar: indeed
  • aufmerksam auf: attentive to
  • die Fangemeinde, -n: followers
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