Frauen mit Kopftücher

Mit Kopftuch auf Jobsuche
  • das Kopftuch, Kopftücher: headdress
Wird diese Muslimin nach ihrem Deutschkurs eine Arbeit finden? Im Berufsleben haben junge muslimische Frauen mit Kopftuch oft mit Vorurteilen zu kämpfen.
  • das Vorurteil, –e: meistens eine negative Meinung über etwas, von dem man nicht viel weiß
Die Suche nach einer Stelle ist schwierig, manche Berufe bleiben ihnen ganz verschlossen.
  • etwas bleibt jemandem verschlossen: jemandem steht etwas nicht offen
Viele ziehen sich deswegen zurück.
  • sich zurückziehen, zurückzog, zurückgezogen: zurückgehen, nachlassen – to withdraw, to retire
[Foto: Eine Muslimin mit Kopftuch sitzt über ihre Hausaufgaben gebeugt]
  • die Hausaufgabe, -n: homework
  • beugen, beugte, gebeugt: to bend
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Die 32-jährige Muslimin Elif Saat darf sich zu den wenigen Glücklichen zählen.
  • zählen, zählte, gezählt zu: to be among
Obwohl sie ein Kopftuch trägt, arbeitet sie schon lange bei der Duisburger Postbank als Finanzmanagerin. Als sie ihren Job antrat, war ihre Kopfbedeckung kein Hindernis.
  • antreten (trittst, tritt), antrat, angetreten: to compete
  • die Kopfbedeckung, –en: das Kopftuch
  • das Hindernis, –se: die Versperrung; das Problem
"Entscheidend war damals ganz einfach die Kompetenz. Ich habe in den dreizehn Jahren meines Berufslebens keine negativen Erfahrungen gemacht", sagt Elif Saat. Sie ist eine von mehr als 1,6 Millionen muslimischen Frauen in Deutschland und praktiziert ihren Glauben strikt.
  • strikt: streng
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Doch nicht allen muslimischen Frauen geht es so gut wie Elif Saat. Acht Bundesländer haben ein Kopftuchverbot für Musliminnen in Erziehungsberufen eingeführt.
  • das Bundesland, Bundesländer: Deutschland ist in 16 Bundesländer eingeteilt; jedes Bundesland kann dabei in bestimmten Bereichen eigene Gesetze festlegen; z.B. Berlin, Bayern
  • der Erziehungsberuf, –e: die Arbeit im pädagogischen Bereich; z.B. Lehrerin oder Kindergärtnerin
  • einführen, einführte, eingeführt: etwas, das neu ist, zu einem festen Bestandteil machen – to establish
Für Zehra Yilmaz war das eine persönliche Tragödie, denn sie wollte in ihrem Traumberuf als Lehrerin arbeiten.
  • die Tragödie, -n: das Unglück, das schlimme Ereignis
Von ihren Eltern sei sie modern erzogen worden, ihre Mutter habe kein Kopftuch getragen, erzählt sie.
  • erziehen, erzog, erzogen: to educate, to bring up
Den Islam habe sie neu für sich entdeckt, seit dem Studium trage sie ein Kopftuch.
  • entdecken, entdeckte, entdeckt: to discover, to find
"Ich habe nicht angenommen, dass mein Glaube oder meine Kopfbedeckung irgendwie meine berufliche Karriere behindern würden."
  • annehmen (annimmst, annimmt), annahm, angenommen: to assume, to presume
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Heute arbeitet Yilmaz nicht in einer Schule, sondern in einer Begegnungsstätte in Duisburg.
die Begegnungsstätte, –n: eine Einrichtung, in der sich Menschen gegenseitig bei Problemen helfen und Erfahrungen austauschen
  • die Einrichtung, -en: die Organisation
  • austauschen, austauschte, ausgetauscht: to exchange
Dort begegnet sie jeden Tag jungen muslimischen Frauen, die trotz einer guten Ausbildung keine Arbeit finden können.
  • begegnen, begegnete, begegnet: to meet
Vorurteile gegen das Kopftuch bestärken bei vielen Musliminnen das Gefühl, gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden.
  • jemanden ausgrenzen, ausgrenzte, ausgegrenzt: jemanden ausschließen
"Solchen Erfahrungen folgt oftmals ein Rückzug der jungen Frauen aus der Gesellschaft", sagt Zehra Yilmaz.
  • der Rückzug, Rückzüge: retreat
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Dabei stellte die Konrad-Adenauer-Stiftung in einer Meinungsumfrage im vergangenen Jahr fest, dass 90 Prozent der traditionell verhüllten Musliminnen in Deutschland in fast jeder Hinsicht genauso denken wie durchschnittliche deutsche Frauen.
  • die Stiftung, -en: eine Organisation, die ein bestimmtes Projekt unterstützt und dafür Geld gibt
  • die Meinungsumfrage, –n: die Befragung der Menschen, welche Ansicht sie zu einem bestimmten Thema haben
    • die Befragung, -en: questioning
  • etwas verhüllen, verhüllte, verhüllt: to mantle
  • in jeder Hinsicht: in jeder Beziehung; in jedem Bereich
Die Mehrheit von ihnen hält nichts vom Hausfrauendasein und legt großen Wert auf berufliche Selbstverwirklichung.
  • das Hausfrauendasein: das Leben einer Frau, die für ihre Familie alle Arbeiten im Haus erledigt
    • erledigen, erledigte, erledigt: to take care of
  • jemand legt auf etwas Wert: jemandem ist etwas wichtig
    • legen, legte, gelegt: to place, to put
  • die Selbstverwirklichung, –en: die Entwicklung der Persönlichkeit, bei der man seine Fähigkeiten nutzt um die eigenen Ziele zu erreichen
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