Rund zwölf Millionen Roma leben in Europa, davon etwa 200.000 in Deutschland. Dennoch weiß man kaum etwas über sie – am wenigsten über ihre Sprache. Dabei kann man in ihr immer Neues und Interessantes entdecken.
Über die Roma gibt es in der westlichen Welt viele Vorurteile und Klischees. Dabei weiß man nicht viel über das Volk. Zum Beispiel über die Sprache: Romani heißt sie, in Deutschland wird sie Romanes genannt. "Romanes stammt eigentlich aus dem Sanskrit", sagt Kurt Holl vom Kölner Verein " Rom e.V". Der Verein unterstützt Roma-Flüchtlinge und ist gleichzeitig ein Roma- Kulturzentrum. Es sei bewiesen, sagt Holl, dass die Roma keine europäische Minderheit seien, sondern aus Indien kämen und über lange Wanderungen und Vertreibungen bis nach Europa gelangten.
- das Vorurteil: eine feste Meinung über etwas, die nicht stimmt
- das Klischee: ein Vorurteil
- beweisen: zeigen, dass etwas wahr ist
- die Minderheit: eine kleine ethnische Gruppe, die neben einer anderen großen Gruppe lebt
- die Vertreibung: (expulsion) der Zwang, einen Ort gegen seinen Willen zu verlassen
- gelangen: (to reach)
- das Gastland: ein Land, in dem man wohnt aber nicht aufgewachsen ist
- der Dialekt: die Variante einer Sprache
- sich unterhalten: (to chat)
- auf der Flucht: (on the run)
- sesshaft: (sedentary) an einem Ort seit langer Zeit wohnen
- absolvieren: etwas durchführen und beenden
- der Schulabschluss: (graduation)
- sich als jemand ausgeben: (to impersonate) vorgeben jemand zu sein, der man nicht ist
- wachsen: stärker werden
- das Selbstbewusstsein: das persönliche Gefühl, das man etwas wert ist und Dinge kann
- der Lehrstuhl: (chair) die Arbeitsstelle eines Professors an einer Universität
- das Linguistenteam: eine Gruppe von Menschen, die sich mit den Sprachen der Welt beschäftigen
- sich befinden: in einem Zustand sein
- der Wandel: die Veränderung