- der Meister: ein Handwerker, der die Qualifikation hat, um junge Menschen auszubilden
- der Handwerker: (artisan)
- das Handwerk: die Bezeichnung für einen Beruf, in dem man mit den Händen und Werkzeug arbeitet; z.B. Maler, Elektriker
Immer mehr deutsche Handwerker gehen ins Ausland
Die Situation für Handwerker in Deutschland ist schlecht –
Schwarzarbeit und
Lohndumping machen ihnen zu schaffen. Deshalb suchen immer mehr
Gesellen und Meister ihr Glück im Ausland und sind da erfolgreich.
- die Schwarzarbeit: die illegale Arbeit, für die man keine Steuern zahlt
- das Lohndumping: eine schlechte und viel zu niedrige Bezahlung
- etwas macht jemandem zu schaffen: etwas bereitet jemandem Probleme
- der Geselle: jemand, der seine Ausbildung zum Handwerker abgeschlossen hat
Friedhelm Müller legt konzentriert letzte Dinge in den Koffer. Danach kann es losgehen. Nach Oslo, seiner neuen Heimat. Er ist gelernter
Elektroinstallateur und einer der vielen Handwerker, die ihr Glück im Ausland suchen. Denn in Deutschland haben sie wenig
Perspektiven und in Norwegen werden deutsche Handwerker gesucht. Lasse Schmackelsen, Arbeitsvermittler der Firma Nordisk Handvaerk Aps., hat gute Erfahrungen mit deutschen Arbeitskräften gemacht. "Sie sind sehr motiviert", sagt er. Das sagt auch Alexander Legowski vom Zentralverband des deutschen Handwerks "Deutsche Handwerker sind
begehrt, weil sie sehr gut ausgebildet sind."
- der Elektroinstallateur: jemand, der in seinem Beruf mit elektrischen Geräten arbeitet
- die Perspektive: die (gute) Aussicht für die Zukunft
- begehrt: (in demand)
Ein Beispiel dafür ist der
Tischlermeister Hans Nottelmann. Er hat in Deutschland seinen Meister gemacht und ist damit nach Spanien
ausgewandert. In der Nähe von Barcelona führt er heute einen eigenen
Tischlereibetrieb. Auf dem spanischen Markt arbeitet der Tischler,
nach eigenen Angaben, fast ohne Konkurrenz. "Nur wenige ältere Spanier
beherrschen das Handwerk noch wirklich, nachdem in den 80er-Jahren die
Handwerkslehre abgeschafft wurde", erklärt Hans Nottelmann.
- der Tischlermeister: jemand, der Möbel herstellen kann und anderen diesen Beruf lehren kann
- auswandern: to emigrate
- der Tischlereibetrieb: eine kleine Firma, in der Möbel hergestellt werden
- nach eigenen Angaben: die Aussage, die jemand selbst macht
- beherrschen: in der Lage sein; fähig sein
- die Handwerkslehre: die Ausbildung für einen handwerklichen Beruf
- abschaffen: (to abolish) beseitigen; etwas nicht mehr anbieten
Als deutscher Tischler habe man hier sofort Arbeit, sagt Nottelmann weiter. Allerdings hat er auch einen wichtigen Vorteil: Er ist
zweisprachig aufgewachsen. Arbeitsvermittler Lasse
bemängelt die fehlenden
Fremdsprachenkenntnisse bei vielen deutschen Handwerkern. Auch Friedhelm Müller geht nach Norwegen, ohne die Sprache des Landes zu beherrschen. Aber er spricht Englisch. Zeit für einen Norwegischkurs hat er am Anfang nicht. In seiner dreimonatigen
Probezeit muss er erst einmal beweisen, dass er die hohen beruflichen Erwartungen erfüllt.
- zweisprachig: zwei Sprachen sprechend
- bemängeln: kritisieren
- Fremdsprachenkenntnisse: (foreign language competence)
- die Probezeit: die Zeit, in der festgestellt wird, ob jemand gut für die Arbeit ist
- erfüllen: etwas gerecht werden
[Deutsche Welle Top-Thema 30-11-2007]