Hochschule will die Besten

Auf dem Campus der WHU

Die Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar bei Koblenz bietet ein praxisorientiertes Studium nur für die Besten an. Die private Universität hat einen Schönheitsfehler - sie kostet.

5.000 Euro Studiengebühren pro Semester müssen Studenten zahlen, die an der WHU studieren. Doch dafür wird ihnen auch einiges geboten: mehrere Auslandsaufenthalte, ein praxisnahes Studium und natürlich eine campusweite Wireless-LAN-Verbindung. Doch nur die Besten der Besten werden an der Elitehochschule angenommen.
  • die Studiengebühr, -en: Bezahlung für das Studium
  • der Auslandsaufenthalt, -e: stay abroad
  • praxisnah: an der praktischen Arbeit orientiert
  • campusweit: auf dem gesamten Unigelände
  • die Elitehochschule, -n: eine Universität, an der nur die besten Studenten studieren dürfen
Hendrik Thörner zählt zu den so genannten Besten, auch wenn er das von sich nicht behaupten würde. Im Frühjahr 2001 hat er sich mit 400 anderen an der WHU beworben, den Aufnahmetest bestanden. Er spricht Englisch, Spanisch und "Taxi-Chinesisch", wie er sagt. Und er bringt das soziale Engagement mit, das Rektor Michael Frenkel erwartet. BWL-Student Thörner ist Rettungssanitäter. Mit vier Kommilitonen hat er ein Ersthilfe-System für Vallendar gegründet.
  • zählen, zählte, gezählt zu: to be among
  • etwas von sich behaupten, behauptete, behauptet: etwas über sich selber sagen
  • sich bewerben, bewarb, beworben: to apply
  • der Aufnahmetest, -s: admission test
  • das Engagement, –s: die persönliche Verpflichtung; die Bemühung – commitment
  • BWL: die Betriebswirtschaftslehre, -n: business management class
  • etwas von jemandem erwarten, erwartete, erwartet: etwas annehmen; etwas voraussetzen - to expect
  • der Rettungssanitäter, -: eine zum Rettungsdienst ausgebildete Person
  • der Kommilitone, - / die Kommilitonin, –nen: ein Student, der an derselben Uni studiert
Student Christopher Cederskog hat im August 2006 seine Diplomarbeit abgegeben - nach acht Semestern, zwei davon hat er im Ausland absolviert. In den Semesterferien hat er außerdem drei Praktika gemacht. "Was wirklich der Vorteil ist, dass man aus dem Studium herausgeht und wirklich weiß, wie der Job nachher aussehen wird." Das sei ein großer Unterschied zu Leuten, die an der staatlichen Universität studiert und nicht so viele Praktika gemacht haben, glaubt Cederskog. Nach einer halbjährigen Verschnaufpause wird er bei der Deutschen Bank seinen ersten Job antreten.
  • die Diplomarbeit, -en: degree dissertation
  • das Praktikum, Praktika: eine Zeit, die man in einem Betrieb verbringt, um die Arbeit dort kennen zu lernen
  • herausgehen, herausging, herausgegangen: to leave
  • nachher: after
  • etwas absolvieren, absolvierte, absolviert: etwas durchführen; etwas abschließen – to attend, to complete
  • die Verschnaufpause: eine kurze Erholungsphase
Die WHU zieht eine positive Zwischenbilanz: Die große Mehrheit der Absolventen - knapp 80 Prozent - gehören zu den zehn Prozent der besten Betriebswirtschafts-Studenten in Deutschland. Der Rektor Michael Frenkel möchte die WHU gerne vergrößern. Momentan bildet er an seiner Hochschule 85 Betriebswirte pro Jahr aus. Bald sollen es doppelt so viele sein. Dafür braucht Frenkel noch mehr Abiturienten, die sich bewerben - und exzellente Professoren, die bei ihm arbeiten wollen.
  • die Zwischenbilanz, -en: die Schlussfolgerung; das Fazit – interim balance
  • vergrößern, vergrößerte, vergrößert: to increase
  • der Betriebswirt, -e: Master in Business Administration
  • exzellent: sehr gut; ausgezeichnet
[Deutsche Welle Top-Thema 16-03-2007]