Eier für alle

Das Geheimnis der Ostereier
  • das Geheimnis, -se: secret
  • das Osterei, -er: Easter egg
Der Hase und die Ostereier gehören zusammen
  • zusammengehören, zusammengehörte, zusammengehört: to mate, to belong togheter
Jedes Jahr im Frühling feiern Christen auf der ganzen Welt das Osterfest.
  • das Osterfest, -e: Easter
Wie bei allen Festen gibt es auch zu Ostern zahlreiche Bräuche und Geschichten.
  • der Brauch, Bräuche: eine traditionelle Handlung, die es schon sehr lange gibt - tradition
Eine Geschichte handelt von dem Osterhasen.
  • handeln, handelte, gehandelt von: to be about
  • der Osterhase, -n: Easter bunny


[Foto: Ein Zeichnung aus einem Kinderbuch: Ein Hase verkauft bunte Eier an Kinder]
  • die Zeichnung, -en: picture, drawing
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Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland wissen nicht mehr, dass zu Ostern die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird.
  • die Auferstehung, –en: die Geschichte, dass Jesus nach seinem Tod wieder lebendig wurde - resurrection
  • Jesu Christi: der lateinische Genitiv von Jesus Christus
Doch den Osterhasen kennen alle: In Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder der Schweiz bringt der Osterhase bunt bemalte Eier und versteckt diese im Garten.
  • bunt bemalt: so, dass man mit vielen Farben auf etwas gemalt hat
    • bemalen, bemalte, bemalt: to paint
  • verstecken, versteckte, versteckt: to hide
Am Ostersonntag machen sich Kinder und Erwachsene auf die Suche nach den Eiern.
  • sich auf die Suche machen: mit der Suche beginnen
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Die Geschichte vom Hasen und den Ostereiern hat allerdings wenig mit der Auferstehung Jesu Christi zu tun. Sie stammt von den evangelischen Christen.
  • evangelisch: zu einer bestimmten christlichen Glaubensrichtung gehörend
Sie wollten ihren Kindern erklären, warum es an Ostern so viele Eier gab – und machten einfach den fruchtbaren Hasen dafür verantwortlich.
  • fruchtbar: so, dass man viele Kinder bekommt - prolific
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Der Bonner Brauchtumsforscher Alois Döring erzählt, dass es früher an Ostern besonders viele Eier in den Hühnerställen gab.
  • das Brauchtum, Brauchtümer: alle (traditionellen) Bräuche
  • der Hühnerstall, Hühnerställe: henhouse
    • der Stall, Ställe: pen, stable
Das lag daran, dass die Katholiken während der Fastenzeit keine Eier essen durften.
  • etwas liegt an etwas: etwas ist der Grund für etwas
  • der Katholik, -en / die Katholikin, –nen: ein Christ einer bestimmten Glaubensrichtung evangelischer Christ
  • die Fastenzeit, –en: die Zeit, in der Gläubige weniger essen oder bestimmte Sachen nicht essen
Die Protestanten lehnten die Fastenzeit ab, aber nicht das Osterfest, mit dem das Fasten beendet wird.
  • ablehnen, ablehnte, abgelehnt: nicht annehmen; nicht akzeptieren
Das feierten auch sie mit vielen bunten Eiern. Denn diese standen – wie in vielen Kulturen – für neues Leben und bei den Christen für die Auferstehung Christi von den Toten.
  • für etwas stehen, stand, gestanden: ein Bild oder ein Symbol für etwas sein; etwas darstellen
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Die ersten Geschichten vom Osterhasen gibt es in der evangelischen Literatur des 17. Jahrhunderts. In manchen Regionen brachten zwar auch der Fuchs oder der Rabe die Eier, doch am Ende setzte sich der Hase durch.
  • der Fuchs, Füchse: fox
  • der Rabe, –n: ein großer schwarzer Vogel – raven
  • sich durchsetzen, durchsetzte, durchgesetzt: bleiben
Alois Döring vermutet, dass das Osterfest und seine Bräuche bleiben werden. Auch wenn Religion für viele Menschen eine immer kleinere Rolle im Alltag spielt.
  • vermuten, vermutete, vermutet: to suppose
  • etwas spielt eine Rolle: etwas ist wichtig
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