Freizeit in Deutschland

Erholung mit Disziplin
  • die Erholung _: rest
  • die Disziplin _: das Festhalten an bestimmten Regeln, die man sich meist selbst ausgesucht hat
    • festhalten (hältst, hält), festhielt, festgehalten: to hold tight
    • sich aussuchen, aussuchte, ausgesucht: auswählen – to choose
Mindestens einmal pro Woche schwitzen muss sein!
  • schwitzen, schwitzte, geschwitzt: to sweat
Das Nichtstun ist keine deutsche Erfindung.
  • das Nichtstun _: faineance
  • die Erfindung, -en: invention
Denn auch nach Feierabend fällt es den Bundesbürgern schwer, sich einfach auszuruhen.
  • der Feierabend, –e: die Freizeit am Ende eines Arbeitstages
  • jemandem fallen (fällst, fällt), fiel, gefallen etwas schwer: jemand finden etwas schwierig
  • sich ausruhen, ausruhte, ausgeruht: to rest
Freizeit in Deutschland ist nicht nur anstrengend, sondern vor allem gut organisiert.
  • anstrengend: ermüdend
[Foto:Eine Frau und ein Mann, die Nordic Walking machen]
  • das Nordic Walking (Anglizismus): das schnelle Gehen mit Wanderstöcken
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Raus aus den eigenen vier Wänden:
  • die eigenen vier Wände: das eigene Zuhause
Das war schon immer die oberste Freizeitmaxime der Deutschen.
  • die Maxime, –n: der wichtigste Grundgedanke einer Gruppe
Doch ein Nachmittag im eigenen Schrebergarten reicht dazu schon lange nicht mehr aus.
  • der Schrebergarten, Schrebergärten: ein kleiner Garten, der nicht direkt am eigenen Haus, sondern außerhalb eines Stadtgebiets liegt
  • ausreichen, ausreichte, ausgereicht: to suffice
Städtetrips, Sportreisen und Wellnesswochen werden bei den Deutschen immer beliebter.
  • der Trip, –s: eine kurze Reise
  • die Wellness (Anglizismus): ein Begriff für Dinge, die gut für Körper und Seele sind (z.B. Massagen, Gesichtsmasken usw.)
Und um dabei möglichst gut auszusehen, wird mehr oder weniger diszipliniert Sport getrieben.
  • aussehen (siehst, sieht), aussah, ausgesehen: to appear
  • Sport treiben, trieb, getrieben: to do sports
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Knapp 25 Millionen Deutsche schwitzen mindestens einmal pro Woche – die meisten von ihnen beim Joggen, Nordic Walking, Inlineskaten oder Radfahren.
  • das Inlineskaten, –: das Fahren mit Rollschuhen, deren Rollen hintereinander liegen
Darüber freut sich die Wirtschaft. Denn mit den Hobbys der Deutschen lässt sich richtig viel Geld verdienen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt jeder Privathaushalt jeden Monat durchschnittlich etwa 250 Euro für die Freizeit aus.
  • nach Angaben von jemandem: so, wie es jemand gesagt hat; nach Informationen von jemandem
  • das Statistische Bundesamt: die Behörde, die untersucht, wie häufig bestimmte Dinge in der deutschen Bevölkerung vorkommen
Das sind fast zwölf Prozent des Gesamteinkommens.
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Doch die Deutschen nutzen ihre Freizeit auch, um zu arbeiten. Jeder Dritte engagiert sich ehrenamtlich, davon viele im Verein – zum Beispiel im Fußball- oder im Kegelclub, im Schützenverein oder im Chor.
  • sich ehrenamtlich engagieren, engagierte, engagiert: für einen guten Zweck ohne Bezahlung arbeiten
  • das Kegeln _: ein Sport, bei dem Figuren mit einer schweren Kugel umgestoßen werden
  • der Schützenverein, –e: ein Verein, in dem man mit verschiedenen Waffen auf Zielscheiben schießt
  • der Chor, Chöre: choir
Damit ist das Vereinsleben immer noch die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen.
  • die Beschäftigung, -en: occupation
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Doch Soziologen erwarten einen neuen Trend – weg vom Verein hinein in die eigenen vier Wände.
  • der Soziologe, -n / die Soziologin -nen: jemand, der das Zusammenleben von Menschen in Gruppen und Gesellschaften wissenschaftlich untersucht
Durch moderne Arbeitszeitmodelle haben viele Familienmitglieder immer seltener gleichzeitig frei.
  • gleichzeitig: at the same time
Die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass die Deutschen in Zukunft ihre wenige gemeinsame Freizeit eher zuhause mit Partner und Familie verbringen werden.
  • vermuten, vermutete, vermutet: to suppose
  • verbringen, verbrachte, verbracht: to spend
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