Hephata

Raus aus der Anstalt
  • raus: heraus – out
  • die Anstalt, –en: ein Gebäude, in dem kranke Menschen wohnen und von Ärzten behandelt werden
Otto Goebel fühlt sich in seinem neuen Heim richtig wohl
  • sich wohl fühlen: glücklich sein
Früher wurden sie außerhalb der Stadt in großen Anstalten untergebracht.
  • außerhalb + Genitiv: outside of
  • jemanden an einem Ort unterbringen, unterbrachte, untergebracht: jemanden an einem Ort wohnen lassen - to house
Heute leben viele behinderte Menschen in den Stadtzentren.
  • behindert: so, dass man ernsthafte körperliche oder geistige Probleme hat und im Alltag mehr Schwierigkeiten als andere Menschen hat
    • ernsthaft: grave, severe
Eine Entwicklung, die in Deutschland zukunftsweisend ist.
  • zukunftsweisend: so, dass gezeigt wird, wie etwas in der Zukunft aussehen wird
[Foto: Otto Goebel im Garten]
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Sein erstes Zimmer vergisst Otto Goebel nie. "Mit zehn anderen Jungs habe ich mir einen Schlafsaal geteilt", erzählt der 74-jährige geistig behinderte Mann.
  • der Schlafsaal, Schlafsäle: ein großer Raum mit vielen Betten
  • geistig behindert: so, dass man mehr Schwierigkeiten als andere hat, etwas zu verstehen
Er erinnert sich nicht gerne an die Zeit im Heim für Behinderte. Seit sieben Jahren lebt er in einer kleinen Wohngruppe mitten in Mönchengladbach. Hier fühlt er sich richtig wohl.
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Die Stiftung Hephata setzt sich seit Jahren für dieses neue Wohnmodell für Behinderte ein.
  • die Stiftung, –en: eine Organisation, die Geld für ein bestimmtes Projekt sammelt
  • sich für etwas einsetzen (setzt, –), einsetze, eingesetzt: sehr viel tun, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen
"Möglichst kleine Wohngruppen sind unser Modell der Zukunft", sagt Dieter Kalesse von der Stiftung.
  • möglichst: as much as possible
Die Behinderten sollen nicht mehr am Rand der Stadt in großen Anstalten leben, sondern in kleinen Wohngemeinschaften.
  • am Rand + Genitiv: nicht im Zentrum von etwas
  • die Wohngemeinschaft, -en [WG]: shared flat
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Auf einem Gelände der Stiftung leben die behinderten Menschen in Apartments, bedienen in den Restaurants, spielen Theater oder haben ein eigenes Atelier.
  • das Gelände, –: ein Stück Land, das jemandem gehört
  • das Apartment, -s: das Einzelzimmer, die Wohnung
  • das Atelier, –s: ein Raum, in dem ein Künstler arbeitet
Sie sind Teil des gesellschaftlichen Lebens.
  • gesellschaftlich: social
Der Sprecher der Stiftung, Wolfgang Scharenberg, erzählt, dass dadurch viele deutlich selbstbewusster und selbstständiger geworden sind.
  • selbstbewusst: so, dass man Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten hat
Sie können mit Geld umgehen, auf andere Menschen zugehen und viel besser ihre eigenen Wünsche ausdrücken.
  • mit Geld umgehen können: so, dass man weiß, wie man sein Geld gut verwendet
    • umgehen, umging, umgangen: to handle
  • auf jemanden zugehen, zuging, zugegangen: jemanden, den man nicht kennt, ansprechen; kontaktieren
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Für Georg Hermann vom Behindertenreferat der Stadt Essen sind die neuen Wohnmodelle ein großer Fortschritt.
  • das Referat, –e: ein Teil einer Behörde, die bestimmte Aufgaben hat
  • der Fortschritt, -e: progress, improvement
Aber er kritisiert auch, dass sich die schulische und berufliche Integration von Behinderten in Deutschland nur langsam bessert.
  • kritisieren, kritisierte, kritisiert: sagen, was an etwas schlecht ist
  • die Integration, –en: der Zustand, in dem behinderte Menschen mit anderen Menschen zusammen lernen und arbeiten
Er hofft auf die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland im Dezember 2008 unterschrieben hat. Denn dort, so Hermann, wird noch einmal betont, dass behinderte Menschen Bürger sind und damit auch die gleichen Rechte haben.
  • die Konvention, –en: ein Vertrag zwischen mehreren Staaten
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