Die Depression

Tabuthema Depression
  • das Tabu, –s: ein Thema, über das nicht gesprochen werden darf
  • die Depression, –en: eine Krankheit, bei der man längere Zeit mutlos und traurig ist
Depressionen sind eine weit verbreitete Krankheit. Knapp vier Millionen Deutsche leiden darunter, doch nur wenige trauen sich, offen darüber zu sprechen.
  • darunter: among
  • sich trauen, traute, getraut: to dare
Dabei gibt es Mittel und Wege, um Depressionen zu besiegen.
  • besiegen, besiegte, besiegt: to defeat
[Foto: Eine traurige Frau - Nicht immer kehrt der Lebensmut von selbst zurück]
  • der Lebensmut _: die Lust, zu leben
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Etwa 10 Prozent aller Männer und 20 Prozent aller Frauen in Deutschland leiden an Depressionen. Die Krankheit betrifft sowohl die Psyche als auch den Körper.
  • betreffen (betriffst, betrifft), betraf, betroffen: mit etwas zu tun haben
  • die Psyche, –n: die Seele; der Geist
Symptome sind meist Pessimismus und Selbstmordgedanken, unter anderem aber auch Schlaflosigkeit und der Verlust von Appetit.
  • das Symptom, –e: das Zeichen für eine Krankheit
  • der Pessimismus _: die Tatsache, dass man alles sehr negativ sieht
  • der Selbstmordgedanke, -n: suicidal thought
  • die Schlaflosigkeit _: die Tatsache, dass jemand nicht schlafen kann
Die Anzahl der Betroffenen liegt bei vier Millionen Menschen, so Professor Mathias Berger von der Universitätsklinik Freiburg.
  • der/die Betroffene, –n: jemand, der an etwas leidet
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Noch immer ist es ein Tabu, über Depressionen zu sprechen.
  • noch immer: still
Nur wenige Menschen gehen offen mit ihren Problemen um.
  • offen mit etwas umgehen, umging, umgangen: ehrlich über etwas sprechen
Berger erklärt, dass bei manchen Menschen schon der Wechsel der Jahreszeit ausreicht, um die Krankheit auszulösen.
  • ausreichen, ausreichte, ausgereicht: reichen – to suffice
  • auslösen, auslöste, ausgelöst: verursachen
Andere Menschen hingegen werden selbst bei großen Problemen niemals depressiv.
  • hingegen: im Gegensatz zu etwas; dagegen
  • niemals: never
  • depressiv: so, dass man an einer Depression leidet
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Depressionen kommen in allen Teilen der Bevölkerung, in allen Berufsgruppen und in jedem Alter vor, am häufigsten aber zwischen 30 und 40 Jahren.
  • vorkommen, vorkam, vorgekommen: to happen, to be found; to occur
Nicht immer ist Hilfe von außen nötig.
  • nötig: necessary
In der Hälfte aller Fälle kehrt der Lebensmut nach vier bis sechs Monaten von selbst zurück. Manche Menschen leiden allerdings unter einer chronischen Depression.
  • chronisch: ständig; lange dauernd
Das heißt, dass sie länger als zwei Jahre depressiv und somit in ihrem Alltag stark beeinträchtigt sind.
  • beeinträchtigt: eingeschränkt; negativ beeinflusst
    • einschränken, einschränkte, eingeschränkt: to limit
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Aber auch diesen Menschen macht Berger Mut: Mit einer Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie haben sie gute Chancen, wieder gesund zu werden.
  • die Kombination, –en: die Zusammenstellung verschiedener Dinge
  • die Psychotherapie, -n: die ärztliche Behandlung einer Krankheit, die die Seele betrifft
Wer also das Gefühl hat, sich in einer depressiven Phase zu befinden, sollte nicht zögern und sich professionelle Hilfe suchen.
  • zögern, zögerte, gezögert: to hesitate
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