Die Folgen des Klimawandels

Fünf Minuten nach zwölf

Die Klimakatastrophe ist schon da. Die Umwelt verändert sich – mit schlimmen Folgen für viele Länder.
  • die Umwelt, –en: die Erde; der Lebensraum von Menschen, Pflanzen und Tieren
  • die Folge, –n: die Konsequenz, die aus etwas folgt
Um diese Länder zu retten, fordern ihre Regierungschefs sofortige finanzielle Hilfe von der Europäischen Union.
  • retten, rettete, gerettet: to save
  • der Regierungschef, –s: politischer Repräsentant eines Staates
  • sofortig: immediate
[Foto: Ein Eisberg mit Loch in der Mitte - Nur die Spitze des Eisberges: Der Klimawandel wird immer deutlicher]
  • deutlich: clear, precise, explicit
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"Stellen Sie sich vor, Ihr gesamtes Heimatland würde ein oder zwei Meter unter Wasser stehen. Das ist das, was mir bereits passiert! Mein Land ist kurz davor zu ertrinken."
  • ertrinken, ertrank, ertrunken: sterben, weil man zu lange unter Wasser war
Das sagte der Präsident des Inselstaates Mikronesien, Emanuel Manny Mori, auf einer internationalen Konferenz. Bei den Europäischen Entwicklungstagen in Stockholm im Oktober 2009, forderte er wie viele andere Regierungschefs von Entwicklungsländern finanzielle Unterstützung durch die EU.
  • das Entwicklungsland, Entwicklungsländer: ein Land wirtschaftlich wenig entwickelt ist
  • die Unterstützung, –en: die Hilfe
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Diese Hilfe soll speziell dafür gezahlt werden, Umweltprobleme zu bekämpfen – zusätzlich zu der schon vereinbarten Entwicklungshilfe.
  • zusätzlich: außerdem
  • etwas vereinbaren, vereinbarte, vereinbart: etwas beschließen
  • die Entwicklungshilfe, –n: meist finanzielle Unterstützung der armen Länder durch Industrienationen
Experten schätzen, dass die Entwicklungsländer im Jahr 2020 etwa 100 Milliarden Dollar für die Folgen des Klimawandels brauchen.
  • schätzen, schätzte, geschätzt: eine ungefähre Zahl sagen; vermuten
Der Präsident der EU-Kommission, José Barroso, sagte, dass die Industriestaaten mit ihrem Lebensstil das Klima beeinflusst haben.
  • der Industriestaat, –en: Staat, in dessen Wirtschaft die Industrie der wichtigste Faktor ist
Deshalb sind sie verantwortlich und sollten Hilfen für die Entwicklungsländer zahlen.
  • verantwortlich: responsible
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Nicht nur Inselstaaten wie Mikronesien haben Probleme. Viele afrikanische Staaten können wegen Wassermangels kaum etwas ernten.
  • der Mangel, Mängel: die Tatsache, dass von etwas zu wenig da ist
  • kaum etwas: fast nichts
  • ernten, erntete, geerntet: einsammeln, was man auf dem Feld angebaut hat, z.B. Obst und Gemüse: to harvest
Aber auch sehr nördliche und kalte Regionen sind betroffen:
  • betroffen sein: geschädigt sein
Das Eis in Kanada schmilzt.
  • schmelzen (schmilzt, schmilzt), schmolz, geschmolzen: durch Hitze flüssig werden
Dadurch geht die Heimat der Eskimos verloren.
  • verlieren, verlor, verloren gehen: to be lost
Mary Simon, Präsidentin der Eingeborenen in Kanada fordert daher 20 Milliarden Dollar Soforthilfe von der EU.
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Trotz der Wirtschaftskrise sind die Bürger in Europa bereit, mehr Entwicklungshilfe zu zahlen. Das zeigt eine Umfrage der EU-Kommission.
  • die Umfrage, –n: die Untersuchung, bei der viele Menschen die gleiche Frage gestellt bekommen
Die EU geht davon aus, dass viele Industrienationen den Entwicklungsländern bei den Umweltproblemen helfen werden.
  • von etwas ausgehen, ausging, ausgegangen: mit etwas rechnen, etwas vermuten, glauben
Aber sie befürchtet auch, dass die Geberländer kein Geld mehr für andere wichtige Projekte in Entwicklungsländern bereitstellen.
  • befürchten, befürchtete, befürchtet: to fear
  • das Geberland, Geberländer: das Land, das einem anderen Land finanzielle Hilfe gibt
  • bereitstellen, bereitstellte, bereitgestellt: zur Verfügung stellen; anbieten
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