Nase und Stimmung

Die Nase entscheidet
  • entscheiden, entschied, entschieden: to decide
Werbung kann man sehen, hören – und riechen.
  • riechen, roch, gerochen: to smell
Forscher haben untersucht, welchen Einfluss bestimmte Düfte darauf haben, was wir kaufen.
  • der Duft, Düfte: ein schöne Geruch
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind erstaunlich.
  • erstaunlich: überraschend; bemerkenswert
[Foto: Eine Frau riecht an Blumen - Düfte beeinflussen die Stimmung]
***
In einem Supermarkt in Düsseldorf wirken die Kunden erstaunlich gelassen.
  • gelassen: ohne Eile; entspannt
Denn ein leichter Duft von Kräutern der Provence weht ihnen an der Fischtheke um die Nase.
  • die Kräuter der Provence: ein Gewürz aus Südfrankreich
  • etwas weht jemandem um die Nase: jemand wird von einem Duft umgeben
    • wehen, wehte, geweht: to blow; to wave
    • umgeben, umgab, umgeben von: to surround by
  • die Theke, –n: ein Stand oder Tisch in einem Geschäft, an dem etwas verkauft wird
Künstlich erzeugt.
  • erzeugen, erzeugte, erzeugt: to generate
Aus Lautsprechern ertönt leises Möwengeschrei.
  • leise: light, quiet
  • die Möwe, –n: eine Vogelart, die meist am Meer lebt - seagull
  • das Geschrei _: clamour
Das Meer-Ambiente hat seinen Preis – aber es scheint sich zu lohnen:
  • das Ambiente _: die Atmosphäre
  • etwas sich lohnen, lohnte, gelohnt: etwas einen finanziellen Gewinn bringen
Wenn sich die Kunden wohl fühlen, bleiben sie länger und geben mehr Geld aus.
  • ausgeben (gibst, gibt), ausgab, ausgegeben: to spend
Dass das angenehme Gefühl mit dem Duft zusammenhängt, wissen die meisten nicht.
***
Patrick Hehn vom Fraunhofer-Institut in Göttingen untersucht die Wirkung von Düften auf Käufer.
  • der Käufer, –: buyer
Und er hat eine interessante Erklärung dafür, warum Marketingstrategen gerne mit Düften arbeiten:
  • der Marketingstratege, –n: eine Person, die weiß, wie man ein Produkt durch Werbung bekannt macht
Menschen bemerken die Beeinflussung durch Düfte oft nicht. Sehen und Hören sind dominantere Sinne.
  • dominant: sehr stark
  • der Sinn, –e: Wahrnehmungsart (z. B. Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen)
Etwas, was man hört oder sieht, nimmt man meist bewusst wahr.
  • etwas wahrnehmen (nimmst, nimmt), wahrnahm, wahrgenommen: etwas bemerken
  • bewusst: so, dass man etwas bemerkt - aware
Düfte hingegen lösen eher Gefühle und Erinnerungen aus.
  • hingegen: im Gegensatz zu etwas; dagegen
  • etwas auslösen, auslöste, ausgelöst: verursachen; der Grund für etwas sein
***
An der Uniklinik Dresden haben Forscher außerdem die Wirkung von Düften auf das Gehirn untersucht.
  • das Gehirn, -e: brain
Dabei zeigte sich:
  • sich zeigen, zeigte, gezeigt: to come into notice
Sogar bei so niedriger Dosierung, dass die Versuchspersonen den Duft nicht bewusst riechen können, reagiert das Gehirn.
  • die Dosierung, –en die Menge von etwas
  • die Versuchsperson, –en: jemand, der bei wissenschaftlichen Tests mitmacht
Professor Thomas Hummel erklärt: Düfte können Urteile – und damit auch Kaufentscheidungen – von Menschen beeinflussen.
  • das Urteil, -e: judgement, opinion
***
Damit der Einsatz eines Duftes auch wirklich erfolgreich ist, muss dieser erst einmal getestet werden.
  • der Einsatz, Einsätze: use
Passt der Duft zum Produkt und zum Einsatzort? Welche Reaktionen löst der Duft aus? Erst wenn diese Fragen beantwortet wurden, kann der Verkaufsraum mit den subtilen Düften parfümiert werden.
  • subtil: sehr schwach und leicht; so, dass es nicht bemerkt wird
  • etwas parfümieren, parfümierte, parfümiert: etwas mit einem Duft versehen
***
See the original Deutsche Welle 16-02-2010 Top-Thema page for an mp3, a pdf, and more learning material.