Die Kölner Zeiträumen

Schreibtisch auf Zeit
  • der Schreibtisch, -e: desk
  • auf Zeit: für einen bestimmten Zeitraum mit einem klaren Ende
Gemeinsam arbeiten – "Co-working" – ist eine neue Art des modernen Arbeitens. Dabei mieten sich Freiberufler einen einzelnen Arbeitsplatz in einem großen Büro.
  • der Freiberufler, - / die Freiberuflerin, –nen: eine Person, die nicht angestellt ist, sondern unabhängig arbeitet (Adjektiv: freiberuflich)
  • der Arbeitsplatz, Arbeitsplätze: ein Schreibtisch
So sind sie nicht alleine und können neue Kontakte knüpfen.
  • Kontakte knüpfen: Menschen kennenlernen
    • knüpfen, knüpfte, geknüpft: to bind, to link
[Foto: Moderne, bunte Büromöbel in einem großen und hellen Raum - Modernes Arbeiten in den Kölner Zeiträumen]
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Freitag, 8:30 Uhr, im Hof eines Bürogebäudes in Köln: Die freiberufliche Sportwissenschaftlerin Anne Harig gibt ihre Tochter Madita in der Kindertagesstätte ab.
  • die Kindertagesstätte, –n (Abkürzung: Kita): der Kindergarten für den ganzen Tag
Sie befindet sich direkt unter ihrem Arbeitsplatz, den "Kölner Zeiträumen".
  • sich befinden, befand, befunden: to stand
Dort mietet Anne Harig für fünf Euro pro Stunde einen Schreibtisch. Bezahlen muss sie nur für die Stunden, die sie ihren Schreibtisch auch benutzt. Ihre Tochter spielt solange in der Kita der Zeiträume.
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Anne Harig winkt zum Abschied, dann meldet sie sich beim Empfang an.
  • winken, winkte, gewinkt: to wave, to gesture
  • der Abschied, -e: goodbye
  • sich anmelden, anmeldete, angemeldet: to log on
  • der Empfang, Empfänge: reception
Ein paar Minuten später klappt sie im Büro ihren Laptop auf und checkt ihre E-Mails.
  • etwas aufklappen, aufklappte, aufgeklappt: etwas öffnen
  • der/das Laptop, –s: ein kleiner Computer, den man unterwegs mitnehmen kann
  • etwas checken, checkte, gecheckt: kontrollieren, lesen
Alleine zu arbeiten fand sie zu trostlos.
  • trostlos: traurig, langweilig
Das Co-working gibt ihr das gute Gefühl, zur Arbeit zu gehen, andere Menschen zu treffen und sich auch einfach mal unterhalten zu können.
  • unterhalten (hältst, hält), unterhielt, unterhalten: to entertain
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In den Kölner Zeiträumen gibt es 18 Arbeitsplätze. Die meisten stehen in einem modern eingerichteten Großraumbüro.
  • eingerichtet: equipped
  • das Großraumbüro, –s: ein großer Raum, in dem viele Schreibtische stehen
Außerdem gibt es drei einzelne Räume, die man mieten kann. Neben einer Gemeinschaftsküche teilen sich die Bürokollegen ein Sekretariat, Faxgeräte, Kopierer und eine schnelle Internetverbindung.
  • das Sekretariat, –e: zentrale Stelle in einem Büro, in der sich Personen um das Telefon und um organisatorische Dinge kümmern
Co-working-Büros findet man inzwischen in vielen großen Städten.
  • inzwischen: mittlerweile
In Berlin gibt es zum Beispiel das "Beta-Haus" mit mehr als 200 Arbeitsplätzen.
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Die Gründerin der Kölner Zeiträume, Jacqueline Boyce, erklärt, dass man sich für Stunden, Wochen oder auch Monate einmieten kann.
  • der Gründer, - / die Gründerin, –nen: eine Person, die etwas neu schafft, z. B. ein Unternehmen
  • sich einmieten, einmietete, eingemietet: einen Teil von etwas mieten; hier: einen Schreibtisch mieten
Der Vorteil für eine Freiberuflerin wie Anne Harig: Wenn es mal nichts zu tun gibt, bleibt man nicht auf den Bürokosten sitzen.
  • auf etwas sitzen bleiben, blieb, geblieben: etwas bezahlen müssen
So eignen sich die Zeiträume besonders für diejenigen, die nicht viel Personal haben und zeitlich flexibel sein müssen.
  • sich für jemanden eignen, eignete, geeignet: für jemanden praktisch und finanziell günstig sein
  • diejenigen: die (Demonstrativpronomen)
  • das Personal _: alle Mitarbeiter einer Firma
  • zeitlich: sich auf die Zeit beziehend
  • flexibel: so, dass man etwas schnell und einfach ändern kann
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